VOLITION

In der Psychologie wird Willenskraft oder Willensstärke als Volition bezeichnet.

Damit ist die Fähigkeit gemeint, seine Ziele durch die bewusste, willentliche und zielgerichtete Steuerung von Gedanken, Emotionen, Motiven und Handlungen zu erreichen. Diese Fähigkeiten  werden auch als  „Umsetzungskompetenz“ oder „Umsetzungskraft“ bezeichnet.

Für den Begriff der Volition gibt es im Unternehmens-Management und in der Persönlichkeitspsychologie zwei unterschiedliche Definitionen, die einander ähneln:

  • Im Management beschreibt Volition den Prozess der Willensbildung (Zielsetzung, Planung) und Willensdurchsetzung (Organisation, Kontrolle) eines Unternehmens.

  • In der Persönlichkeitspsychologie bezeichnet er hingegen die Willenskraft, die notwendig ist, um auftretende Widerstände, Zweifel, Unlustgefühle oder Zielkonflikte zu überwinden.

In beiden Fällen handelt es sich um eine willentliche Umsetzung von (selbstgesteckten) Zielen, also einen Prozess der Selbststeuerung, der zugleich die Überwindung von Handlungsbarrieren durch Willenskraft erfordert.

Entsprechend sind typische Synonyme für Volition:

Wir nehmen uns viel vor: Jeden Tag früh aufzustehen,  Sport zu treiben, gesund zu essen, hart zu arbeiten,  die geplanten Ziele zu erreichen, mehr Zeit mit der Familie und Freunden zu verbringen . . .  All das stellt mitunter eine enorme Herausforderung dar. Denn dahinter stecken meist Gewohnheiten. Und diese zu ändern erfordert genau das:

Willenskraft und Disziplin

Oder, wie es Goethe formuliert hat:

Es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun!

Im Gegenzug gewinnen wir viel:

Willenskraft ermöglicht uns…

über uns hinaus zu wachsen und die Komfortzone zu verlassen.

  • seinen Traum zu verwirklichen und wahr werden zu lassen,
  • an eigenen Zielen festzuhalten und diese zu erreichen,
  • resistenter gegenüber Versuchungen zu werden,

  • Ablenkungen zu widerstehen,

  • weniger anfällig für Störungen zu werden,

  • bessere Beziehungen zu pflegen.

Diese Willensstärke ist allerdings nicht bei jedem gleich ausgeprägt. Und sie verändert sich im Tagesverlauf.

Tatsächlich gibt es einen bemerkenswerten Zusammenhang zwischen Tageszeiten und unserer Willenskraft.

Oder anders formuliert:

Sie lässt im Verlauf des Tages nach.

Danach folgt unsere Willenskraft ebenso wie unsere Kreativität den sogenannten zirkadianen Rhythmen: Zeitaufwendige Meetings, Ärger mit Freunden und Kollegen, negative Gedanken, Stress und Deadlines – all das raubt kostbare Kraft. Fehlen dann noch die Pausen, um die „Batterien“ wieder aufzuladen, fehlt bald auch die Energie für unsere Entschlossenheit und den eisernen Willen.

Die simple Erklärung: Wenn wir unkonzentrierter werden, sind wir anfälliger für Versuchungen, weil damit unsere Selbstkontrolle geschwächt wird.

Deshalb empfehlen wir dir am Stück maximal 60 Minuten zu arbeiten und danach eine Pause von 20 Minuten zu machen!

Treten permanent Energieschwankungen auf, die unseren eisernen Willen beeinträchtigen, ist unsere Willenskraft irgendwann erschöpft und aufgebraucht, bevor wir diese durch Motivation reaktivieren können.

Aufgrund dessen empfehlen wir, solche  Aufgaben, die eine hohe Willenskraft erfordern, nicht aufzuschieben, sondern vielmehr zuerst zu erledigen. Dann, wenn wir noch genug Volition und Biss besitzen.

Woran erkennst du willensstarke Menschen

Fest steht: Allein mit Willenskraft lässt sich nicht jedes Ziel erreichen. Sie ersetzt weder Intelligenz, noch Glück. Auch ein reiches Elternhaus sind auf der Karriereleiter als Jungunternehmer und startup oft von größerem Vorteil als purer Wille.

Dennoch gibt es ein paar Merkmale, die Willensstärke erkennen lassen.

Die folgende Liste können Sie daher auch als eine Art Gradmesser oder Checkliste für Ihre eigene Willenskraft nutzen. Überleg dabei, was davon trifft auf dich zu?

So zeichnen sich willensstarke Menschen dadurch aus, dass sie…

  • ausdauernd sind – bezogen auf ihre Ziele und Aufgaben,

  • auf das Wesentliche fokussiert bleiben – und sich nicht so leicht von ihrem Weg abbringen lassen,

  • beharrlich beenden, was sie einmal begonnen haben,

  • ihre Gefühle bewusst steuern und sich selbst in eine positive Stimmung versetzen können (Selbstregulierung),

  • aufstehen, wenn Niederlagen und Rückschläge sie zu Fall gebracht haben,

  • an sich und ihren Erfolg glauben (Selbstvertrauen),

  • ihren Worten auch Taten folgen lassen,

  • auch Unangenehmes zügig und mit großem Elan erledigen (Selbstdisziplin),

  • öfter erreichen, was sie sich vornehmen,

  • konsequent sind in ihrem Denken und Handeln,

  • es auch mit wenig Talent weit bringen,

  • mit wenig Schulbildung, aber mit enormer Willenskraft zur Selbstbildung bis zum erfolgreichen Unternehmer bringen.

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