Die eigene Marke

Die eigene Marke ist das wichtigste Erkennungsmerkmal für Start-UPs.

Der Wert der eigenen Marke wird von vielen Unternehmen im Anfangsstadium entweder unter- oder überschätzt. Unterschätzt, wenn das Unternehmen noch ganz am Anfang steht und der Fokus lieber auf Performance Kanälen liegt.

Überschätzt, wenn die Ergebnisse der durchgeführten Marketing Maßnahmen nicht mehr richtig messbar sind, beziehungsweise Mißerfolge bei Marketing Kampagnen mit der Auswirkung auf die Marke gerechtfertigt werden.

Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo dazwischen. Ich bin der Meinung, dass die Marke das wichtigste Gut in einem Unternehmen ist (besonders in kleinen).

Der Markenaufbau sollte daher permanente Beachtung in jedem Unternehmen finden. Warum und wieso zeigen die folgenden Praxisbeispiele.

Was ist die Marke und was ist sie wert?

Die Marke ist das, was Menschen darüber sagen und fühlen, wenn du als Gründer nicht anwesend bist. 

Aber was genau? Gute Frage. Es ist in jedem Fall mehr als nur der Firmenname oder das Logo auf einem Produkt. Es ist auch nicht die Wort-/Bildmarke, die du beim Marken- und Patentamt angemeldet hast. Es ist vielmehr die Emotion, die jemand mit dem Namen und einem Logo verbindet.

Eine Marke drückt Eigenschaften aus, die nirgendwo stehen müssen und trotzdem ganz klar sind.

Wenn jemand sagt „wie Apple“ oder „wie Airbnb“, dann stehen dahinter Marken-Eigenschaften wie eine bestimmte Produktqualität, Designästhetik oder z.B. bestimmte Abläufe.

Eine Marke ist letztlich auch das gute oder schlechte Gefühl, was beim Kauf der Produkte immer mitschwingt.

Mal bewusst und mal völlig unbewusst. Die Marke kann sogar losgelöst vom Logo betrachtet werden. Wenn McDonalds oder Starbucks das Logo ändern, bleiben die Kunden und das Gefühl dennoch erstmal gleich.

Das Phänomen können wir auch alle gut im Alltag an uns selbst gut beobachten. Wie oft greifen wir im Supermarkt zum „Markenprodukt“ obwohl es teurer ist? 

Interessant, nicht?

Wir sind an ein bestimmtes Verpackungsdesign gewöhnt, welches wir schon seit Jahren kaufen und uns damit wohlfühlen.

Es ist das Gefühl von Sorglosigkeit und Qualität, das uns allen irgendwie wichtig ist.

Man kennt sich.

Wenn die Marke Kratzer bekommt

Wie stark und wichtig eine Marke sein kann, zeigen aber auch Negativbeispiele.

Das Beispiel von Nestlé ist so eines. Es kaufen Konsumenten plötzlich keine Schokolade oder Cornflakes mehr, weil sie etwas von Wasser- ausbeutung gelesen haben.

Das ganze kann sogar so starke Impulse geben, dass eine einfache Headline reicht, um eine (negative) Emotion zu einer Marke aufzubauen. Die kann so stark sein, dass sich diese Botschaft wie ein Lauffeuer verbreitet. Ob das begründet ist oder nicht, wird kaum noch hinterfragt.

In der Online Welt spricht man in solch einem Fall von einem Shitstorm.

Da der Meinungsbildungs-prozess über eine Marke in der Regel eher unbewusst stattfindet, ist solche ein Phänomen der GAU für jedes Unternehmen.

Die Marke muss also nicht nur das Logo sein, was auf einem Produkt aufgedruckt ist, sie ist alles, was wir als potentielle Kunden damit assoziieren. Sie ist das Herz und die Seele, und damit das wichtigste Gut eines Unternehmens. 

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